The Whispered World 2 – Silence Review

The Whispered World 2 - Silence Review test daedalic

The Whispered World 2 – Silence von Daedalic Entertainment ist am 15.11.2016 auf den Markt gekommen und dieses Spiel sieht unglaublich aus!

Allgemeines

Daedalic Entertainment ist bekannt für ihre Point & Click Adventures, wie zum Beispiel Edna bricht aus, Deponia und Harveys neue Augen. 2009 brachten sie den Vorgänger von Silence raus, nämlich The Whispered World. In dem Spiel ging es um den Protagonisten Sadwick, welcher ein depressiver Clown ist, und seinen Begleiter Spot, welche die Welt retten sollen. Klingt platt, erweist sich jedoch als ganz anders, sobald man das Spiel dann spielt. Zudem gibt es eine einzigartige Gestaltung der Charaktere, der inneren Story und vor allem der handgezeichneten Grafik und all dies macht The Whispered World zu einem sehr schönen Titel. Nun allerdings zu Silence.

Handlung

Es beginnt damit, dass die beiden Protagonisten Noah und Renie sich im Krieg befinden und in einem Bunker Zuflucht suchen. Dieser wird allerdings zerstört und ist auch eine Art Übergang zur Welt von Silence, eine Welt zwischen Leben und Tod. Diese Welt ist von dunklen Kreaturen, sogenannten Suchern, und Krieg geplagt und nur eine Gruppe von Rebellen hält dagegen. Diese lernt man dann auch kennen. Gemeinsam müssen die Geschwister und Spot, die magische Raupe aus The Whispered World, mit den Einwohnern die Welt von Silence vor dem Untergang bewahren. Spielen tut man insgesamt nur die Charakter Noah, Renie und Spot. Wie auch in The Whispered World ist Spot in der Lage seine Form zu ändern (kugelig oder platt) und eröffnet dem Spieler damit weitere Möglichkeiten zum Agieren.

Positives…

Wie bei anderen Point & Click Adventures gibt es auch hier wieder Rätsel. Manche dieser Rätsel haben mich ein wenig irre gemacht, da ich selten Spiele dieser Art spiele, aber die Herausforderung bringt immer sehr viel Spaß. Auch wenn ich sagen muss, dass manche Lösungen ein wenig seltsam sind, aber das kennt man ja schon von Deponia. In vielen dieser Rätsel ist es zudem so, dass man erst Bedingungen schaffen muss, um voranzukommen. Glücklicherweise bekommt man immer ganz gute Tipps vom Spiel oder vom Charakter, die einem dann weiterhelfen.

Die Charaktere sind alle sehr liebevoll gestaltet, sowohl Haupt- als auch Nebencharakter. Allerdings erfährt man nicht so viel über die Nebencharakter, weswegen einige Handlungen nicht immer komplett verständlich sind. Auch die Synchronsprecher sind sehr gut gewählt, ganz besonders bei Reenie. Auch Charaktere, auf die man im Spiel nur kurz trifft, sind meist mit sehr viel Witz versehen, was sehr unterhaltsam ist. Weiterhin ist positiv zu betrachten, dass die Story nicht so platt ist, wie sie zunächst vorgestellt wird. Näheres über den wirklichen Inhalt erfährt man allerdings erst ungefähr nach der Hälfte der Story.

Das Spiel an sich, mit allen Orten und Plätzen ist wunderschön gemacht. Im Vordergrund spielt man den in 3D modellierten Charakter und im Hintergrund gibt es dann eine handgezeichnete, sehr detaillierte Kulisse in 2D. Die Interaktionen zwischen Charakter und Objekten im Hintergrund, also die Vermischung der Dimensionen erfolgt ohne weitere Probleme und ist auch einzigartig für dieses Spiel. Die Musik passt zu fast jeder Situation und gibt dem ganzen eine stimmige Atmosphäre. Ganz besonders das Hauptthema gefiel mir sehr gut, denn es hatte so etwas geheimnisvolles und doch wundervolles. Allerdings gab es bei einem Level, an dem ich länger saß, das Problem, dass die Musik zu dem Level mich später sehr genervt hat. Das war aber nur bei einer einzigen Situation so.

… und Negatives

Auch bei diesem Spiel, das sich grafisch und inhaltlich sehr schön gestaltet, gibt es ein paar kleine Probleme.

Als erstes gibt es da die Spieldauer. Ich war selbst überrascht, wie schnell doch das Spiel sein Ende gefunden hat. Das Problem dabei ist, dass man nicht viel über die Nebencharaktere erfährt. So gibt es keine genaueren Hintergrundinformationen oder überhaupt einen spielbaren Teil mit eine von denen. Das ist leider ziemlich verschwendetes Potential. Zugegeben ist es aber so, dass dieses Spiel in der Produktion sehr aufwendig gewesen sein muss, weswegen man keine großartig längere Story erwarten kann.

Und dann ist da noch der Loading Screen. Dieser ist ziemlich lang und leider etwas langweilig gestaltet. Normalerweise habe ich nichts gegen Loading Screens, immerhin verbirgt sich immer etwas schönes dahinter. Allerdings ist es doch so gewesen, dass ich zum Teil immer zwischen zwei, nicht großartig getrennten Orten, wechseln musste, weil ich nicht weiter kam und so eine gefühlte halbe Ewigkeit mit dem Loading Screen verbrachte. Das ist für Point & Click Einsteiger wie mich etwas unpraktisch.

Fazit

Insgesamt ist Silence eine Pracht für die Augen, Ohren und den Kopf. Die Story wird nach einer gewissen Aufbauzeit sehr herzergreifend und gegen Ende muss man Entscheidungen treffen, die man eigentlich gar nicht treffen möchte, was einen gewissen Reiz hat. Das macht es allerdings nicht schlechter, stattdessen bietet das Spiel dadurch ein alternatives Ende. Die Grafik ist atemberaubend schön, die Musik ist wundervoll komponiert und die Rätsel sind geben einen gewissen Denkreiz. Der einzige wirkliche Knackpunkt ist, dass man nicht genügend von den Nebencharakteren erfährt. Das Spiel aber, ist wirklich sehr gelungen und schön geworden!

Stefan Gunawan

Stefan ist 18 Jahre alt und ein Redakteur bei E4SY: Er hat kürzlich ein FSJ abgeschlossen und ist auf dem Weg zum Medizinstudium. Seine Freizeit verbringt gerne mit Gesellschaftstanz, Klavier spielen, Musik hören und Gaming.

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