Die Deutschen zahlen am meisten für ihr Internet!

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Heute gehts um die Preise vom Mobilen Internet, denn Deutschland zahlt in Europa mit am meisten für ihr Netz!

Beim Mobilfunkriesen Vodafone dürfte heute gute Stimmung herrschen. Der Handynetzbetreiber legt an diesem Dienstag seine neue Bilanz vor. Experten erwarten endlich wieder einen ordentlichen Gewinn. Vor allem im Geschäft mit dem mobilen Internet will Vodafone zunehmend Asche machen. In Deutschland müsste dem Konzern das eigentlich besonders gut gelingen.

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Denn fast nirgendwo in Europa bezahlen die Leute mehr für ihr Datenvolumen als bei uns (siehe Grafik). Das hat die Beratungsfirma Rewheel aus Finnland ermittelt. In einem Vertrag mit monatlich 35 Euro Grundgebühr (inklusive unbegrenztem Telefonieren und SMS) bekommen deutsche Handynutzer im Schnitt gerade einmal läppische vier Gigabyte schnelles Internet. In Großbritannien sind es 20, die Franzosen freuen sich über 50 Gigabyte und in Finnland kann man für das Geld sogar grenzenlos mobil surfen.

Aber wie kommen die Mondpreise zustande? „In Deutschland gibt es nur drei große Netzbetreiber. Deswegen ist der Wettbewerb geringer als in anderen Ländern“, erklärt Antonios Drossos von Rewheel. Je mehr Anbieter auf einem Markt konkurrieren, desto geringer ist tendenziell der Preis. Wer in Deutschland ein Handynetz betreiben will, braucht dazu eine Erlaubnis vom Staat. Diese kostet aber viel Geld. Bisher haben nur die drei großen Anbieter Vodafone, Telekom und O2 solche Lizenzen erworben. Die unzähligen Prepaid-Anbieter wie „Blau.de“ oder „Congstar“ gehören alle zu einem der drei großen Netzbetreiber.

Wie rechtfertigen sich die Unternehmen?

Das Ergebnis erhalten die Nutzer Monat für Monat auf der Handyrechnung. 5,32 Euro zahlen deutsche Handynutzer im Schnitt für ein Gigabyte schnelles Internet (ohne Telefonieren und SMS). Im Schnitt aller 28 EU-Länder sind es dagegen gerade einmal 2,77 Euro. Hierzulande zahlen wir also doppelt so viel wie der Durchschnitt.

Wie kann das sein? Das haben wir Jürgen Grützner gefragt, der für die deutschen Netzbetreiber spricht. Antwort: „Die Nutzergewohnheiten in den EU-Ländern sind unterschiedlich.“ Die meisten Handynutzer bräuchten keine großen Datenvolumina und seien zufrieden mit den kleinen, preiswerteren Anbietern. Geschäftskunden legen im Gegensatz dazu Wert auf schnelles Internet und bezahlen „auch mal ein paar Euros mehr“. Mit anderen Worten: An den deutschen Kunden lässt sich einfach mehr verdienen. Und das nutzen die Netzbetreiber aus.

Wie entkommt man der Kostenfalle?

Was können Handynutzer tun, um nicht zu viel zu bezahlen? Lundquist Neubauer vom Vergleichsportal TopTarif.de hat einen einfachen Tipp: Erst mal analysieren, was für ein Typ man ist. Spiele ich viele Videospiele oder schreibe ich Mutti doch noch gern SMS? Wenn ich das herausgefunden habe, dann kann ich mir auf Vergleichsportalen einen preiswerten Anbieter suchen – am besten ohne lange Vertragsbindung, denn dann bleibt man jederzeit flexibel.

Quelle und Grafiken: dfmonitor.de

Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. Momentan absolviert er zudem ein duales Studium im Bereich Wirtschaft.

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