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Handy Detox

Eine zehnte Klasse in Baden-Würtemberg hatte es sich vorgenommen die Woche vom 20. bis zum 24.02.2020 Handy frei zu leben, um zu sehen, wie es früher mal war und um den Lehrern und Eltern zu beweisen, dass sie nicht Handy-Süchtig sind. Doch am Ende haben sie es nicht gemacht. Warum?


Die einen rechtfertigten sich damit, dass sie wegen ihrer Eltern und Termine erreichbar sein müssen, die anderen meinten, dass das Handy für sie wichtig ist, damit sie im Notfall Hilfe rufen können. Doch die Tatsache ist, dass keines von diesen beiden Argumenten schwerwiegend genug ist. Man muss nicht immer erreichbar sein, früher war es normal und Menschen hatten ein größeres Vertrauen zueinander, z.B. stellen Sie sich vor, dass sie eine Vereinbarung mit einem Bekannten ausgemacht haben und sie warten auf der ausgemachten Stelle, sind aber nicht im Besitzt eines Handys. Wird er kommen? Werden wir uns finden? Dieser Gedanke zeigt, wie viel Vertrauen man in Mitmenschen haben musste, noch bevor es Handys gab, mit denen man Vereinbarungen in letzter Minute absagen kann. Als es noch keine Handys gegeben hatte, hatte man keine Möglichkeit einfach abzusagen und war somit gezwungen sich an Vereinbarungen zu halten. Genau um so welche Erkenntnisse zu erlangen, sollten sie ihr Handy für mindestens eine Woche weglegen. Die “Freunde” mit denen wir jeden Tag smal-talk Chatten, oder die uns anschreiben, auch wenn wir es nicht wirklich genießen. Warum ist es jedoch so schwer, sich von dem Netzwerk zu trennen und nicht mehr mit all diesen Menschen verbunden zu sein? Obwohl wir genau wissen, dass es uns in irgendeiner Hinsicht gut tun würde? Jeder muss für sich selber denken und entscheiden, das ist die Freiheit über die wir als Mensch verfügen, die uns jedoch vor eine weitere gravierende Schwierigkeit namens Selbstbeherrschung führt. Und wenn sie merken, dass sie es nicht schaffen ihr Handy wegzulegen, auch wenn sie sagen, dass sie es lediglich nicht wollen, sollten sie sich Gedanken darüber machen, mal die Handy-Detox-Woche zu probieren, nur um einmal sicher zu gehen, dass sie nicht süchtig sind.

Und falls sie visuellen Anreiz brauchen um sich überzeugen zu lassen, habe ich ihnen unten ein Video verlinkt, bei dem Matt D`Avella 30 Tage lang ohne soziale Netzwerke auskommt, viel Spaß beim schauen!

Über Kinga Sadovskaia

Kinga Sadovskaia 17 Jahre alt und seit 2020 e4sy Redakteurin. Momentan Schülerin und arbeitet an ihrem Abitur. Ihre Freizeit verbringt sie am Liebsten mit lesen, schreiben und musizieren.

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