Wie Schönheitsideale zur Anorexie führen können

Wie Schönheitsideale zur Anorexie führen können

Magersucht

Unter der Magersucht (Anorexia nervosa) versteht man ein Untergewicht von mindestens 15-25 Prozent des Normalgewichts. Dieser Zustand wird durch Fasten und körperliche Aktivitäten herbeigeführt und ist erwünscht. Die Betroffenen weisen eine Panik vor normalem Körpergewicht auf und weigern sich, den körperlichen Verfall und die Bedrohlichkeiten wahrzunehmen. Es sterben 6 Prozent der Betroffenen: Die Essstörungen haben somit die höchste Todesrate unter psychischen Störungen.

Immer mehr Kinder sind betroffen

In den meisten Fällen gehen Kinder vor dem Eintritt in die Pubertät, d. h im Alter ab zehn Jahren, sehr gelassen und zufrieden mit ihrem Körper um. Allerdings lässt sich zurzeit eine traurige Entwicklung feststellen: Kinder, die sich mit Schlankheitsidealen quälen. Sie neigen zu kräftezehrenden sportlichen Aktivitäten, die nichts mehr mir natürlicher Bewegungsfreude zu tun haben. Mädchen und Frauen sind öfter betroffen, die Anzahl männlicher Hungernder steigt jedoch auch. Frauen neigen psychologisch gesehen eher dazu, nicht mit ihrem Körper aber auch ihrer Leistung zufrieden zu sein.

Steigende Unzufriedenheit

Die Körperunzufriedenheit in der Gesellschaft ist in den letzten 50 Jahren gestiegen. Während die medial präsentierte Idealfigur immer schlanker wird, nimmt die Bevölkerung zu. Ein Anlass dazu ist das übermäßige Ernährungsangebot. Den Einfluss der Medien verdeutlicht folgende Studie: Auf den Fidschi-Inseln galten seit langer Zeit füllige Formen als besonders weiblich. Sie wurden sogar als ein Merkmal vermögender Herkunft angesehen. Drei Jahre nachdem der westliche TV-Sender dort eingeführt wurde, waren mehr Frauen mit ihrem Körper unzufrieden und stürzten sich in die Essstörung.

Allgegenwärtige Medien

Zurzeit hat jedes Kind mit einem Smartphone eine triviale Möglichkeit, sich über Social-Media oder Filme mit dem Schönheitsideal auseinander zu setzen. Folglich ist es enorm wichtig, dass die Kinder verstehen, dass Fotos von Models etc. einer starken Bearbeitung unterzogen wurden.

Die Medien sind jedoch keine Bösewichte per se. Die Peergroup sowie die eigene Familie beeinflussen die Kinder enorm – ob bewusst oder unbewusst. Negative Bemerkungen und vor allem Schikanen gegenüber pummeliger Kinder oder Komplimente beim Abnehmen können Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben. Zudem wird der Wunsch, den Schönheitsidealen zu entsprechen, gefördert. Beim alltäglichen Lästern über die fettleibige Nachbarin in Anwesenheit eines Kindes kann das Kind den Eindruck übernehmen, Schlank sein sei von großer Bedeutung. Wenn das Kind jedoch inklusive aller unbedeutenden Makel akzeptiert und geliebt wird, kann die Familie ein Schutzfaktor darstellen. (Interview mit den Psychologinnen Brigitte Lunardi und Julia Gölner)

Wenn Sie Hilfe brauchen, folgen Sie dem Link. Informieren Sie sich. Es kann ja nicht schaden, mehr zu wissen.

Über Regina Chikhacheva

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