Wie macht man einen Schüleraustausch? – #MeinAuslandsjahr

In unser neuesten Artikelserie geht es um das Thema Auslandsjahre und den Anfang macht der Schüleraustausch. In diesem Artikel möchten wir dir die wichtigsten Dinge zum Schüleraustausch erklären.

Der Schüleraustausch ist eine beliebte Art eines Auslandsjahres für Schüler. Dabei geht es darum, dass du für eine bestimmte Zeit zu einer sogenannten Gastfamilie ins Ausland gehst. Dort besuchst du dann vor Ort die Schule, findest neue Freunde, lernst die Kultur sowie Sprache besser kennen und erlebst eine schöne Zeit, die dich für dein Leben bereichern wird.

Dabei gilt es zu beachten, dass man das Wort Austausch nicht missverstehen sollte. Es ist nämlich längst nicht mehr so, dass bei einem Schüleraustausch das Kind der Gastfamilie über die Zeit des Austausches die eigene Familie besucht oder dass man nacheinander jeweils eine Familie besucht. Man kann einen Schüleraustausch mittlerweile auch nur in eine Richtung machen.

Jetzt weißt du was ein Schüleraustausch ist, doch wohin darf es bei deinem Auslandsjahr gehen? Prinzipiell überall. Voraussetzung ist natürlich, dass das Land aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Lage bereit ist, an so einem Schüleraustausch-Programm teilzunehmen. Das beliebteste Land für eine Auslandsjahr sind nach wie vor die USA. Sehr beliebt sind ebenfalls Kanada, Australien, Neuseeland, England, Irland, Spanien, Argentinien, neuerdings aber z.B. auch Japan, China und Südafrika. Viele andere Länder in Südamerika, Europa, Ozeanien, Asien und Afrika liegen zwar zahlenmäßig etwas dahinter, sind aber für ein Auslandsjahr auch sehr attraktiv. Ich habe einen Freund, der für ein Jahr einfach nach Dänemark gegangen ist und da auch fantastische Erfahrungen gemacht hat.

Eine Frage,die jetzt oft gestellt wird, lautet: Muss ich nach dem Austausch das Schuljahr wiederholen? Die Antwort hängt von der Dauer deines Schüleraustausches ab und wo du ihn machst. Gehst du nach Amerika ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass du wiederholen musst, da die Schule dort leichter als in Deutschland ist. Eine Freundin ging aber auch für ein halbes Jahr nach England und eine andere für ein halbes Jahr nach Spanien. Beide mussten nicht wiederholen. Grundsätzlich wirst du aber ab einer Zeit von einem Jahr im Ausland wohl wiederholen müssen. Am besten frägst du einfach mal bei der Schulleitung deiner Schule nach, dann hast du eine sichere Antwort. Und du “verlierst” ja auch nicht ein Jahr. Im Gegenteil: Du gewinnst an schönen Erfahrungen! Eine Erfahrung, die dir, wenn es später mal um Bewerbungen für den Job geht, auch sehr positiv angerechnet wird.

Was solltest du sonst noch beachten?

Im Durchschnitt ist ein Alter von 15 bis 18 Jahren die Voraussetzung, welche je nach Land und Veranstalter der Reise, aber auch leicht nach oben und unten abweichen kann. Eine 19-jährige Freundin zum Beispiel geht nach dem Abi nach Kanada an eine Highschool. Deine Sprachkenntnisse sollten des Weiteren besser als “ausreichend” sein, was bei vielen Programmen für ein Auslandsjahr auch eine Bedingung ist. Es gibt zudem Sonderregelungen hinsichtlich der Sprache oder des Notendurchschnitts, z.B. für Japan oder China, die du am besten beim Veranstalter des jeweiligen Programms erfragst. Dann gibt es auch noch Bewerbungsfristen, die es zu beachten gilt. Deswegen solltest du so früh wie möglich mit der Auslandsjahr-Planung beginnen.

Wenn du jetzt einen Schüleraustausch machen möchtest, bleibt noch die Frage worüber du es machen möchtest.

Manche Schulen haben Partnerschulen im Ausland und organisieren selbstständig für ihre Schüler Austauschmöglichkeiten. Der Vorteil dabei ist, dass du die Reise nicht alleine antreten wirst, da ein bis zwei Lehrer und einige Mitschüler mitkommen werden und dass du nichts wiederholen musst. Allerdings wirst du deshalb nicht sehr lange weg sein und auch nicht so einen tiefen Einblick in die Sprache und Kultur erhalten, wie bei einem alleinigen längeren Austausch.

Du kannst natürlich auch den Austausch selber organisieren. Das erfordert aber viel Zeit, Kontakte oder Verwandte im Ausland und sollte es zu Problemen kommen, kannst du dich an niemanden wenden.

Bleiben noch die Organisationen. Diesen Weg würde ich auch unbedingt empfehlen, denn sie suchen dir eine passende Gastfamilie und falls du vor Ort feststellst, dass du dich mit deiner Gastfamilie nicht verstehen solltest oder andere Probleme hast, kann der Veranstalter bzw. die Partnerorganisation im Ausland flexibel reagieren und dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Zudem bist du oft auch darüber versichert.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel helfen. 🙂

Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. Momentan absolviert er zudem ein duales Studium im Bereich Wirtschaft.

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