Deutsche Neurowissenschaften Olympiade

Deutsche Neurowissenschaften-Olympiade

An alle Schülerinnen und Schüler, die sich für Neurowissenschaften interessieren: Die Deutsche Neurowissenschaften-Olympiade!

Was ist das?

Die Deutsche Neurowissenschaften-Olympiade ist ein Wettbewerb für alle neurowissenschaftlich interessierten Schülerinnen und Schüler. Jedes Jahr kann man an drei lokalen Standorten in Deutschland, nämlich Berlin, Bonn und Heidelberg gegen andere Schüler antreten, um sich für das landesweite Finale zu qualifizieren. Der Gewinner der Deutschen Neurowissenschaften-Olympiade vertritt Deutschland anschließend im internationalen „Brain Bee“.

Was muss ich dafür machen?

Um teilzunehmen, sollte man Bereitschaft mitbringen, alles um das Thema Gehirn zu lernen. Das Material, was jedem Teilnehmer zur Verfügung gestellt wird, bietet ein breites Spektrum vom Aufbau des zentralen Nervensystems, seiner biochemischen Funktion und der Diagnose von verschiedenen Krankheiten. Der Wettbewerb verläuft auf englisch, auch wenn die Lernmaterialien auch auf Deutsch zu haben sind. Der Zweck dahinter ist natürlich, den Gewinner auf den internationalen „Brain Bee“ vorzubereiten. Doch das soll niemanden davor abschrecken, teilzunehmen, denn alles verläuft sehr offen und locker, und von niemandem wird erwartet, dass man perfektes Harvard Englisch spricht. Grundkenntnisse zur Kommunikation reichen völlig aus, aber die Fachbegriffe müssen dennoch auf Englisch beherrscht werden.

Ablauf

Der Wettbewerb läuft normalerweise in fünf Runden ab:
1.) Schriftlicher Test (hier werden alle möglichen Sachen abgefragt, von Funktionen im Gehirn, zu spezifischen Zellen und ihren Funktionen usw.)
2.) Podium Runde 1 (Fragen werden an die Wand projiziert und jeder muss eine Antwort auf ein mit seinem Namen beschriftetes Blatt schreiben; die Blätter werden nach ca. 1 Min eingesammelt und ausgewertet)
3.) Neuroanatomie (verschiedene Modelle vom Gehirn sind an bestimmten Stellen markiert und man füllt einen Fragebogen zu den Stellen und Strukturen im Gehirn aus)
4.) Patientendiagnose (Videos von Patienten werden abgespielt und die Teilnehmer dürfen eine bestimmte Anzahl an Tests (CT, MRT,…) einfordern, um die richtige Diagnose zu stellen)
5.) Podium Runde 2 (Siehe Runde 1)
→ Wer die meisten Punkte in allen fünf Runden vorweist, gewinnt.

Zwischendurch bekommt man Unmengen an Essen, Snacks und Getränken, sodass man keineswegs verhungert und das Gehirn nicht unterversorgt ist. Da das alles ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt, gibt es genügend Pausen zwischendurch, die man, wenn man möchte, mit informativen Gesprächen, Vorträgen, Kontaktknüpfen und dem generellen Dazulernen füllen kann.

2020: ein besonderer Ablauf

Dieses Jahr war der zehnte Wettbewerb von der Deutschen Neurowissenschaften- Olympiade und obwohl es wegen COVID_19 nicht ganz so ablaufen konnte wie erwünscht, schaffte es das Team alle ihre Pläne umzudenken und das ganze digital zu machen. Trotz beinahe 50 Schülern verlief der Wettbewerb recht glatt, natürlich traten einzelne technische Probleme auf, die jedoch schnell vom Team und dem IT-Spezialisten beseitigt wurden, sodass am Ende alle, die es wollten, am Wettbewerb teilnehmen konnten. Dieses Jahr hatte man die Wahl, auch einfach da zu sein, ohne am Wettbewerb teilzunehmen und während die einen ihr Wissen zur Probe stellten, konnte man dann gemütliche Gespräche mit einzelnen DNO Mitgliedern führen, zum Beispiel zu persönlichen Fragen und Problemen angesichts der Berufswahl und sonstigem. Dafür hatte auch ich mich entschieden. Der Sinn dahinter war es, den Schülern Druck aufgrund der momentanen Situation abzunehmen und einfach für sie da zu sein, ohne jegliche Leistung im Gegenzug erbringen zu müssen, was mich rührte.

Meine Erfahrung

Ich habe 2019 und 2020 bei DNO (Deutschen Neurowissenschaften-Olympiade) teilgenommen und zunächst hatte ich Angst, dass mein Wissen nicht ausreichen würde und meine Vorbereitung mit dem „Study guide“ viel zu kurz ausgefallen war. Doch nach kurzem Zögern traute ich mich einfach mal zum Wettbewerb, nach dem Motto „Erster Platz hin oder her, für mich bin ich ein Gewinner!“. XD

Alle meine Befürchtungen und Sorgen waren nicht begründet, denn die anderen Teilnehmer waren bei beiden Wettbewerben einfach cool und die Gemeinschaft war bestätigt, durch das gemeinsame Interesse an Neurowissenschaften. Wir haben sogar Kontakte ausgetauscht, um uns gegenseitig auf dem Laufenden zu halten!
Zudem waren wirklich alle DNO Mitglieder und Helfer super nett und hilfsbereit. Egal, ob es um Karriere, Praktika oder anderes ging, man versuchte den Schüler soweit es ging zu helfen. Auch nach dem Wettbewerb boten die Ansprechpartner eine wundervolle Unterstützung und Hilfestellung bei Fragen und Kummer, was ich selber in Anspruch nahm, um einen Praktikumsplatz zu finden (SUPER Großes Danke an Marlene!!!!!).

Ich kann alle nur dazu ermutigen, bei DNO mitzumachen, denn es war eine wundervoll investierte Zeit und Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen!

Über Kinga Sadovskaia

Kinga Sadovskaia 17 Jahre alt und seit 2020 e4sy Redakteurin. Momentan Schülerin und arbeitet an ihrem Abitur. Ihre Freizeit verbringt sie am Liebsten mit lesen, schreiben und musizieren.

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