Ende der Krise vom FC Schalke 04?

Ende der Krise vom FC Schalke 04

Der FC Schalke 04 hat nach fünf sieglosen Spielen endlich mal wieder gewonnen! Nach einem überzeugenden Auftritt in der Europa League leisteten die Knappen ein wenig Wiedergutmachung für den schlechtesten Bundesliga-Start in der Club-Geschichte.

Nachdem Schalke schon zwei Wochen zuvor 1:0 gegen den OGC Nizza gewonnen hatte, kamen die Knappen zu einem verdienten 3:1 (1:0) Sieg gegen den österreichischen Meister RB Salzburg. Zugleich holten die Königsblauen sich ein wenig  Selbstvertrauen für das wichtige Bundesliga-Spiel am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach.

Nach einem perfekten Zuspiel  brachte Leon Goretzka in der 15. Minute die Schalker in Führung. Nach einer gefährlichen Flanke von Benedikt Höwedes erhöhte RB Salzburg durch Duje Caleta-Car (47.) unfreiwillig per Eigentor zum 2:0 für Schalke. Höwedes (58.) staubte wenig später zum 3:0 ab. Doch die Gelsenkirchener spielten (wieder einmal) nicht zu Null: Der Spanier Jonatan Soriano konnte in der 72. Minute noch zum 3:1 verkürzen. Insgesamt überzeugten die Schalker zwar, zeigten aber nach dem Gegentor einige Unsicherheiten. In drei Wochen müssen die Königsblauen in der Gruppe I beim FK Krasnodar antreten.

Nach dem Fehlstart in der heimischen Liga mit fünf Niederlagen hatten Sportvorstand Christian Heidel und auch Trainer Markus Weinzierl den Abstiegskampf für die Mannschaft ausgerufen. Beide hatten nach der unglücklichen 1:2 Niederlage in Hoffenheim eindringlich auf die Mannschaft eingeredet. Als Konsequenz änderte Weinzierl seine Startformation gleich auf fünf Positionen und brachte zum Beispiel Johannes Geis erstmals in der Defensive.

Große Wirkung zeigten die Maßnahmen zunächst nicht. Die Schalker bemühten sich zwar die Partie zu kontrollieren, doch hatte Probleme mit den passiven Salzburgern. So spielte sich das Geschehen anfangs überwiegend im Mittelfeld ab. Doch der erste gelungene Angriff der Gastgeber brachte diesen nach einer knappen Viertelstunde gleich die Führung: Nach starkem Pass von Matija Nastasic kam Goretzka zum Abschluss. Erst reagierte RB-Torwart Alexander Walke herausragend, doch Groetzka bugsierte den abgewehrten Ball per Kopf im Nachsetzen ins Tor.

Nach dem Tor wurde das Spiel offener. Auch weil die Gäste versuchten mitzuspielen, was allerdings aufgrund von einer guten Defensiv-Leistung rund um den wieder ins Team gerückten Naldo aber nicht gelang.

Die krassen individuellen Fehler, die sonst in der Vergangenheit auftraten, suchte man an diesen Abend vergebens. Negativ war die Abwehr beispielsweise aufgefallen, als sich diese beim dritten Gegentreffer gegen Köln (4. Spieltag) peinlichst vom 18-jährigen Salih Özcan vorführen ließ. Und auch das 1:2 bei 1899 Hoffenheim leitete Bentaleb durch einen gravierenden Fehlpass ein.

Doch waren es dieses Mal die Schalker, die oben auf waren und die Salzburger mächtig ins Schwitzen brachten. Doch der österreichische Meister wurde von einem bärenstarken Alexander Walke zwischen den Pfosten im Spiel gehalten. Nach dem einem 50-Meter-Zuspiel von Johannes Geis hätte Schöpf (26.) beinahe zum 2:0 nutzen können, was jedoch mit einem starken Reflex durch Walke verhindert wurde. Kurz vor der Pause verschoss Kolosinac (42.) aus aussichtsreicher Position.

Nach dem begonnenen Abstiegskampf in der Bundesliga wurde schnell klar, dass die Mannschaft mehr Zeit braucht, um als Team zusammenzuwachsen. Dies lag beispielsweise daran, dass Schalke sich bei den Transfers viel Zeit ließ:  Spieler, die entscheidende Rollen im taktischen System von Weinzierl einnehmen sollen, kamen viel zu spät zum Team. Diesen Nachteil seiner Transfers muss sich wiederum Heidel vorwerfen lassen.

Abdul Rahman Baba (Anfang August/FC Chelsea), Nabil Bentaleb (Ende August/Tottenham Hotspur) und Jewhen Konopljanka (Ende August/FC Sevilla) wurden ebenso spät ausgeliehen, wie Benjamin Stambouli (Ende August/Paris Saint-Germain) spät verpflichtet wurde. Dass sie nicht sofort zünden würden, mussten Trainer und Manager absehen.

Halbzeit zwei begann dann aber für den Bundesliga-Letzten optimal: Eine Flanke von Weltmeister Höwedes (47.) fälschte Duje Caleta-Car unglücklich ins eigene Tor ab. Schließlich setzten Naldo, nach einem Eckball von Geis, den Ball an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball deutlich hinter der Linie aufkam. Doch das Spiel lief weiter. Breel Emobolo setzte allerdings nach und traf ebenso die Latte. Den abprallenden Ball drückte dann Höwedes über die Linie, zum 3:0.

Danach dominierte Schalke endgültig: Alessandro Schöpf (65.) vergab die größte Möglichkeit zum 4:0. Stattdessen mussten die Gastgeber (wieder einmal) nach einer Nachlässigkeit noch ein Gegentor hinnehmen. Die folgende Schwächephase überstanden die Knappen allerdings unbeschadet und kamen zum souveränen Erfolg.

Es scheint als hätten die deutlichen Worte von Christian Heidl geholfen zu haben. Zuletzt sagte dieser über den S04:
“Nach fünf Spielen ohne Punkt sind wir im Abstiegskampf. Das ist noch nicht bei allen angekommen. Dem ein oder anderen ist offenbar noch nicht bewusst, wo wir zurecht stehen. Man kann nicht sagen, man ist ein Malocherklub und vergisst das Malochen.”

Dennoch hoffen wir, dass mit diesem Sieg der Bann endlich gebrochen ist und die Schalker wieder oben in der Bundesliga mitspielen können.

Jonah Grütters

Jonah ist 20 Jahre alt und Redakteur bei E4SY. Er studiert Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seine Freizeit verbringt er mit Kampfsport, Schwimmen, Klavier spielen, Hochschulpolitik und Gaming.

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um diese Seite weiter in vollen Ausmaß zu nutzen, musst du zur Kenntnis nehmen, dass wir Informationen speichern. Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt zu statistischen sowie werbe- und profilingtechnischen Zwecken. Ebenso stimmst du der Verwendung von Cookies zu, die insbesondere dem Tracking dienen. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen