Wie der Brexit das Land verändert – England ist im Zwiespalt

Wie der Brexit das Land verändert - England ist im Zwiespalt

Großbritannien ist raus, das steht fest. Dennoch stimmten 48 Prozent der Briten für einen Verbleib in der EU. Der Brexit ist längst nicht mehr nur ein Meilenstein für die EU, sondern auch für Großbritannien selbst.

Die Wahlergebnisse zeigen, wie die Länder zum Brexit stehen. Während in England rund 53,3 Prozent der Wähler für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt haben, so viel das Wahlergebnis in Nordirland und Schottland mit nur 44,24 und 38 Prozent für den Austritt aus der Union aus.

Aber was bedeutet der Brexit für Großbritannien?

Die erste Ministerin Schottlands Nicola Ferguson Sturgeon, setzt sich für ihr Land ein und plädiert für einen Verbleib Schottlands in der EU. Mit diesem Verbleib distanziert sie sich und somit ihr Land von England und Großbritannien.

Zudem werden immer mehr Stimmen auch innerhalb Englands laut, die eine erneute Wahl fordern. Auch der Premier Minister des Vereinigten Königreichs, David Cameron, ist sich noch uneins. Einerseits haben die Wähler unter seiner Regierung für des Austritt aus der Europäischen Union gestimmt, andererseits möchte er nicht, dass das Land noch unter seiner Regierung aus der Union austritt und wartet somit, mit der Stellung des Antrages zum Austritt aus der Europäischen Union bis zum Antritt seines Nachfolgers, der im Oktober diesen Jahres feststehen wird.

Breixt-Karikatur
Etwas gänzlich unerwartetes entwickelt sich:

Es ist der Rassismus, der in den letzten Tagen auf den Straßen Großbritanniens Einzug hält. Menschen werden offen diskriminiert und beschimpft. Nicht nur andersfarbige, sondern auch Deutsche, Polen und andere Europäer werden bepöbelt. In einer britischen Radio-Talksendung erfuhr der Moderator etwas, dass er in seiner Jahrzehnten langen Laufbahn noch nicht gehört hat. Eine Frau rief unter Tränen bei ihm an und berichtete von ihrem Anliegen. Die seit Jahrzehnten in England lebende Deutsche erzählte davon, wie sie offen auf der Straße beschimpft worden sei und sich Freunde und Arbeitskollegen auf einmal von ihr abwendeten. Einige schrien sie an, sie solle doch gefälligst wieder dahin zurück, wo sie hergekommen sei. Die Frau sagte dem Moderator, dass sie nicht wisse, wie es für sie weitergehen soll, denn auch in Deutschland kenne sie niemanden mehr und ihr Mann sei erst vor einiger Zeit verstorben, weshalb sie jetzt niemanden mehr habe, an den sie sich wenden könne.

Aber auch sind es vor allem Polen, die unter der Diskriminierung der Menschen zu leiden haben. Durch den Beitritt Polens, stand es polnischen Staatsbürgern frei, auch in Großbritannien Fuß zu fassen. Diese werden offen als Sozialschmarotzer bezeichnet. Es geht so weit, dass die Polizei in der Grafschaft Cambridgeshire nach Tätern fahndet, die ein Plakat mit dem Spruch: “Raus aus der EU – kein polnisches Ungeziefer mehr” aufgehängt haben.

Der Brexit Befürworter, Nigel Farage, weist jedoch alle Schuld von sich. Er hat im Wahlkampf unter anderem damit geworben, dass die Zuwanderer den Briten die ganzen Arbeitsplätze wegnehmen würden und somit über Monate hinweg einen solchen Rassismus provozierten.

Wie geht es jetzt weiter?

Man kann im Moment nur abwarten, wie es weitergehen soll. Spätestens, wenn der neue Premier Minister feststeht, werden wir es sehen.

Quellen: focus, BBC, FAZ

Kalle Jaensch

Ich bin einer der Gründer von E4SY. Ich interessiere mich für Musik, Gaming, Sport und einigem Anderen der modernen Popkultur.

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