Post wirft Merz wegen Thüringer Votum mit AfD Versagen vor

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Der neue Landesvorsitzende der NRW-SPD, Achim Post, hat CDU-Chef Friedrich Merz nach dem gemeinsamen Votum der CDU mit der AfD in Thüringen scharf attackiert. „Es handelt sich nicht nur um ein Versagen der CDU in Thüringen, sondern insbesondere um ein Versagen von Herrn Merz als Partei- und Fraktionsvorsitzender“, sagte Post der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). „Er redet seit Monaten von einer Brandmauer zur AfD. Hier hat sich die CDU nicht als Brandmauer erwiesen, sondern als Brandbeschleuniger.“

Post schließt sich damit der Kritik von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und der ersten Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, an. Aber auch innerhalb der CDU gibt es Stimmen, die sich der Linie der Parteispitze nicht folgen wollen. „Die Haltung der CDU Schleswig-Holstein ist klar: Ein wie auch immer geartetes Zusammenwirken mit der AfD ist ausgeschlossen“, hatte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt. „Das gilt auch für eigene Initiativen, die absehbar nur mit Hilfe dieser Partei Aussicht auf Erfolg haben.“ Die zunehmende Radikalisierung der AfD erfordere eine noch konsequentere Haltung gerade einer konservativen Partei. „Ein Vorgehen wie aktuell in Thüringen widerspricht dieser Haltung“, so Günther.

Foto: Achim Post (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Über dts Nachrichtenagentur

Die dts Nachrichtenagentur versorgt seit über 10 Jahren ihre Kunden rund um die Uhr mit topaktuellen Nachrichtentexten und Bildern.

Auch ansehen

SPD will bei „grünen Leitmärkten“ Vorrang für CO2-Vermeidung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Vorstellung des Konzepts von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zu …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert