Schlüsseldienst Das muss man wissen

Abzocke: Das sind die Tricks der Schlüsseldienst-Betrüger

Es passiert wohl den meisten Menschen mindestens einmal im Leben: In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit wurde die Wohnungstür einfach zugezogen, obwohl der Schlüssel noch im Inneren liegt. Vielleicht ist der Schlüssel aber auch verloren gegangen oder gestohlen worden, sodass nun vor der verschlossenen Tür gestanden wird. Seriöse Schlüsseldienste, wie der Schlüsselnotdienst in Köln-Lindenthal, bilden in einem solchen Fall den richtigen Ansprechpartner und können die zugefallene Tür in der Regel in nur wenigen Minuten beschädigungsfrei wieder öffnen.

Unglücklicherweise gibt es in der Branche der Schlüsseldienste jedoch auch viele schwarze Schafe, welche die Notsituation ihrer Opfer schamlos ausnutzen. Nach der Öffnung der Tür verlangen die dubiosen Schlüsseldienste unverhältnismäßig hohe Preise und nötigen ihre Kunden sogar in einigen Fällen, die Rechnung bar vor Ort zu bezahlen.

Verbraucher sollten daher die gängigen Tricks der Schlüsseldienst-Betrüger kennen, um nicht auf diese hereinzufallen. Woran unseriöse Schlüsseldienste erkannt werden können, erklärt der folgende Beitrag.

Der Firmenname

Um in Branchen- und Telefonverzeichnissen möglichst weit oben zu erscheinen, nutzen unseriöse Anbieter häufig Firmennamen, die mit 0, @ oder AAA beginnen.

Diese Namen werden in vielen Fällen dann noch einmal leicht abgewandelt, sodass der Schlüsseldienst auch auf den folgenden Plätzen erneut erscheint. Somit passiert es Verbrauchern in Not nicht selten, dass diese auch bei mehreren Versuchen stets in der Telefonzentrale der gleichen dubiosen Firma enden.

Die Leistungen

Das Durchführen von Arbeiten, die im Grunde überhaupt nicht nötig wären, ist ebenfalls typisch für unseriöse Schlüsseldienste.

Türen, die lediglich ins Schloss gefallen sind, werden dann beispielsweise aufwendig aufgebohrt – danach muss natürlich noch ein neues Türschloss eingebaut werden. Allerdings können zugefallene Türen in nahezu allen Fällen mit einer Karte oder einem einfachen Draht ohne großen Aufwand wieder geöffnet werden.

Der Preis

Die schwarzen Schafe unter den Schlüsseldiensten verlangen außerdem vor Ort in der Regel einen wesentlich höheren Preis von ihren Kunden als der, der ursprünglich im Rahmen des Telefongesprächs bei der Beauftragung vereinbart wurde.

Verbraucher sollten in einem solchen Fall stets auf den vereinbarten Festpreis bestehen und sich nicht dazu nötigen lassen, mehr zu bezahlen.

Das Auftragsformular

Bevor sie mit ihren Arbeiten beginnen, bestehen unseriöse Anbieter oft darauf, dass der Kunde ein vorausgefülltes Formular für den Auftrag unterschreibt. Dieses sollte auf jeden Fall in Ruhe sorgfältig studiert werden.

Sind in diesem Passagen enthalten, die nicht gewünscht beziehungsweise vereinbart wurden, können diese einfach gestrichen werden. Zu einer Unterschrift kann schließlich niemand gezwungen werden.

Die Gebühren

Daneben gibt es Schlüsselnotdienste, die eine Buchungs- oder Bearbeitungsgebühr verlangen, falls der Kunde nicht bereit ist, die Rechnung direkt vor Ort per Scheck oder Barzahlung zu begleichen. Laut einem Urteil des Landgerichts Bremen ist dieses Vorgehen jedoch unzulässig.

Die Drohungen

Vor einer Nötigung machen viele dubiose Schlüsseldienste ebenfalls nicht Halt. Es kommt somit durchaus vor, dass der Monteur seinen Kunden massiv unter Druck setzt, indem er damit droht, die zuvor geöffnete Tür wieder zu verschließen. Bei einem solchen Verhalten sollte jedoch unbedingt die Polizei hinzugezogen werden.

Die Firmendaten

Ihre Identität möchten die unseriösen Firmen in der Regel nicht preisgeben. Dadurch wird es für die Verbraucher sehr schwer, im Nachhinein gegen den Betrug vorzugehen.

Daher ist stets darauf zu achten, dass sich der Schlüsseldienstmitarbeiter ausweist und die vollständige Firmenadresse auf der Rechnung angegeben ist.

Über Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. Momentan absolviert er zudem ein duales Studium im Bereich Wirtschaft.

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