Haarklonen - Wie funktioniert das eigentlich

Haarklonen – Wie funktioniert das eigentlich?

In den letzten Jahrzehnten hat sich im Bereich der Haarverpflanzung schon sehr viel verändert. Immer modernere Verfahren wurden entwickelt. Das ist auch notwendig, denn immerhin ist bereits jeder zweite Mann im Alter von über 50 Jahren davon betroffen. Bei Frauen ist das Problem nicht so selten, wie man vielleicht vermuten mag. Bei ihnen kommt zwar erblich bedingter Haarausfall nicht so häufig vor wie bei Männern, bei ihnen spielen andere Ursachen eine entscheidende Rolle. Einerseits kommt es im Leben einer Frau in der Pubertät und während der Schwangerschaft und Stillzeit vermehrt zu Hormonschwankungen. Andererseits sind viele Frauen auf Dauerdiät und ernähren sich trotz Lebensmittelüberschusses mangelhaft. Haarausfall kann also viele Gesichter haben. Wichtig ist, dass sich die Therapien ständig weiterentwickeln. Die Zukunft der Haartransplantation liegt vermutlich darin, Haare zu klonen.

Haare klonen – was bereits möglich ist

Die Vision Haare klonen zu können, beschäftigt Forscher schon seit längerer Zeit. Zwar gibt es heute verschiedene Haartransplantation Methoden, jedoch leidet darunter immer die Spenderregion, aus der die zu verpflanzenden Haare entnommen werden. Wissenschaftler sind sich einig, die Zukunft der Haarverpflanzung liegt darin, Haare klonen zu können. Wie bereits in vielen anderen wissenschaftlichen Themen ist auch bei der Zukunft der Haarverpflanzung die USA einer der Vorreiter. Neuen Berichten in den Medien zufolge, ist es Wissenschaftlern am Columbia University Medical Center tatsächlich bereits gelungen, Haare zu züchten. Die in einem Reagenzglas gezüchteten Haarzellen könnten in der Zukunft der Haarverpflanzung eine entscheidende Rolle spielen. Hier einige Fakten zu der neuen Methode:

•    Die im Reagenzform gezüchteten Zellen weisen eine dreidimensionale Tropfenform auf
•    Diese Kulturen sind von sich aus in der Lage, neue Haare zu bilden
•    Da die Zellen auch im menschlichen Körper natürlich vorkommen, gibt es bei der Verpflanzung kaum Komplikationen

Bisher wurde nur eine kleine Studie zu dieser Methode, die zur Zukunft der Haarverpflanzung entscheidend beitragen könnte, durchgeführt. Im Zuge des Tests wurden sieben Betroffene mit der innovativen Technik behandelt. Bei fünf von ihnen war nach einem weiteren Test rund eineinhalb Monate nach dem Eingriff bereits ein leichter Flaum zu sehen. Die Forscher entnahmen den Probanden Gewebe aus diesen neuen Haaren, die dasselbe Erbgut wie der restliche Körper der Versuchsperson aufwiesen. Bis es dazu kommt, dass Haare klonen für eine breite Masse zugänglich sein wird, dürfte es jedoch noch einige Zeit dauern. Bis dahin greifen Betroffene auf Altbewährtes zurück.

Die heutigen Methoden kurz beleuchtet

Als bereits im 18. Jahrhundert erste Versuche durchgeführt wurden, um Tierhaare auf Menschenköpfe zu verpflanzen, dachte vermutlich niemand an die glorreiche Zukunft der Haarverpflanzung. Den heute aktuellen Stand der Wissenschaft stellt die FUE Methode dar (follicular unit extraction). Darunter versteht man die Entnahme einzelner Follikelgruppen. Wer sich mit dem Thema Zukunft der Haarverpflanzung befasst, sollte grundsätzlich wissen, dass Haare generell in Bündeln wachsen. Diese im Fachjargon als Grafts bezeichneten Gruppierungen enthalten meist zwei bis vier einzelne Haare. Genau diesen Aspekt macht sich die FUE Methode zunutze. Dabei werden nämlich gemeinsam wachsende Follikelgruppen entnommen.

Wie viele das sind, richtet sich nach der Größe der kahlen Stelle. Allerdings kann man sich vorstellen, dass die Prozedur relativ lange dauert. Immerhin erfolgt die Transplantation in mehreren Stufen. Im ersten Schritt erfolgt eine Rasur des Spenderbereichs. Die Grafts können nämlich nur dann optimal entnommen werden, wenn sie eine Länge von nur wenigen Millimetern aufweisen. In den meisten Fällen befindet sich der Spenderbereich am Hinterkopf. Für die Entnahme ist nur eine örtliche Betäubung erforderlich. Sie erfolgt nämlich mit einer speziellen Hohlnadel. Für die Patienten ist zwar ein leichter Druck zu spüren, über Schmerzen berichten nur die wenigsten.

Aufbereitet werden die Haarfollikel in einem weiteren Schritt in einer Nährstofflösung. Unter einem Mikroskop klären Experten, ob sich die Grafts tatsächlich für die Verpflanzung eigenen. Dann kommt es zur eigentlichen Transplantation, dem Einsetzen der Haare an der kahlen Stelle. Bei professionellem Arbeiten kommt es kaum zu einer Narbenbildung. Die Kanäle, in die Haare verpflanzt werden, sind äußerst schmal. Punkte sammelt die FUE Technik mit ihren hohen Erfolgsaussichten. Da es sich bei den Transplantaten um körpereigenes Gewebe handelt, kommt es kaum zu Abwehrreaktionen. Ganz im Gegenteil, die Prozedur wird von den meisten Betroffenen gut vertragen.

Dadurch, dass die gesamte Prozedur minimalinvasiv, also ohne große Schnitte durchgeführt wird, ist die Heilungsphase besonders kurz. Auch in der Zukunft der Haartransplantation wird es notwendig sein, den Empfängerbereich entsprechend zu präparieren. Beim Vorgang des Haare Klonens, wie oben beschrieben, erfolgt die Verpflanzung auf gleiche Weise wie bei der FUE Methode. Allerdings entfällt dabei natürlich die Entnahme aus dem Spenderbereich.

Fazit

Die Zukunft der Haarverpflanzung klingt vielversprechend. Immerhin ist es Experten in den USA bereits gelungen, Haare in einem Reagenzglas zu klonen. Erste Studien mit einem kleinen Teilnehmerkreis lassen die Hoffnung aufkommen, dass mit dieser innovativen Technik in Zukunft ohne Entnahme von Spenderhaaren Betroffenen geholfen werden kann.

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