3 Tipps, wie man unsichtbar im Internet wird

3 Tipps, wie man unsichtbar im Internet wird

Das Internet ist ein sehr nützlicher Helfer. In Bezug auf die Datensicherheit könnte das allwissende Netz jedoch an einigen Stellen einige Probleme bereiten. Man muss stets auf der Hut sein. Alles, was einmal online gekommen ist, könnte unwiderruflich dort bleiben. Oft wird man mit unnötiger Werbung gebombt, wenn man einmal einfach nur eine Webseite besucht hat. Facebook zum Beispiel ist bereits einmal vor Gericht angeklagt worden, weil das Unternehmen mit ihren Diensten die Kunden nahezu ausspioniert. Die Kundendaten werden zu Marketingzwecken verwendet, um damit Geld zu verdienen. Dadurch wird jedoch die Privatsphäre enorm verletzt und man wird zu einem „gläsernen Bürger“.

In dem besagten Fall hat Facebook einem Kunden spezifische Werbung von Produkten eingeblendet, von denen das Internet überhaupt nicht wissen konnte, dass sich der Kunde dafür interessiert. Die Kläger hatten die Facebook-App auf dem Smartphone installiert und immer, wenn sie einfach nur über bestimmte Produkte gesprochen haben, ist ihnen die personalisierte Werbung untergejubelt worden. Den Fall kann man so deuten, dass die App einen Zugriff auf das Mikrofon gehabt haben muss und durch eine zeitgemäße Spracherkennung könnten die Interessen in Erfahrung gebracht worden sein. In einem solchen Fall handelt es sich um enorme Menschenrechtsverletzungen und einen Eingriff in die Privatsphäre. Kaum zu schweigen, was mögliche Übeltäter mit solchen Daten anstellen könnten.

Wenn man also seine Spuren im Internet verwischen möchte, muss das nicht gleich heißen, dass man ein Verbrecher ist. Dabei handelt es sich eher um den Selbstschutz und das Bestehen auf seine internationalen Menschenrechte. Menschen, die sich mit IT nicht besonders auskennen, werden wirklich erstaunt sein, was eine Webseite für Informationen über einen bekommt, wenn man einfach eine Page aufruft. Zusätzlich können einige Seiten in bestimmten Regionen geblockt sein. Um diese Seiten besuchen zu können, muss man sich im Internet maskieren. Das Glücksspiel ist zum Beispiel nicht überall erlaubt und selbst als deutscher Staatsbürger muss man sich im Internet „unsichtbar“ machen, wenn man Online Casinos im Ausland besuchen möchte. Die wohl kurioseste Gesetzeslage in Bezug auf das Glücksspiel findet man in Österreich. Als Spieler hat man dort jedoch wenige Einschränkungen und kann ohne Maskierung den Suchbegriff: „Casino Bonus ohne Einzahlung Österreich“ ins Internet eingeben.

Kommen wir zum Kern des Beitrags: Wie kann man im Internet seine Spuren verwischen?

Spuren und Fingerabdrücke im Internet

Man muss von vorneherein sagen, dass man niemals zu 100% im Internet unsichtbar werden kann. Alleine einige Sicherheitseinstellungen des Webbrowsers erfordern eine weite Offenlegung persönlicher Informationen. Wenn man gänzlich auf die Sicherheit verzichten möchte, kann man sich den Tor-Browser installieren und in das Darknet abtauchen.

1.     Cookies

Cookies sind kleine Daten, die eine Webseite auf dem Rechner des Besuchers installiert. Dadurch kann die Seite den Nutzer wiedererkennen und ihm einige Vorteile verschaffen. Damit kann viel Zeit eingespart werden. Cookies können jedoch von anderen Diensten ausgelesen und verwertet werden. Dadurch könnten unter Umständen diverse Sicherheitslücken entstehen.

2.     IP-Adresse

Eine IP-Adresse ist eine individuelle ID, die einem Gerät bei der Verbindung ins Internet zugewiesen wird. Man kann über eine feste IP-Adresse verfügen oder man bekommt bei jeder Neuverbindung eine neue IP. Sobald man eine Webseite aufruft, teilt man der Page zwangsläufig seine IP mit. Dadurch kann die Seite den Nutzer fehlerfrei identifizieren. Seine IP kann man mit einem Proxy-Server oder einem Virtual Private Network (VPN) verschlüsseln. Das funktioniert so, dass man quasi einen Server darum bittet, mit seiner IP eine Seite aufzurufen und den Inhalt auf den eigenen Bildschirm zu übermitteln.

3.     Digitaler Fingerabdruck (Canvas) und Web-RTC

Canvas Daten bestehen aus einem Farbcode, der nur wenige Pixel groß ist und mit dem bloßen Auge am oberen Bildschirmrand nicht zu sehen ist. Diese Daten können von einer Webseite abgefragt werden. Der Farbcode wird durch persönliche Daten, wie zum Beispiel der Bildschirmauflösung und der Systemzeit generiert. Aus diesem Grund spricht man von einem digitalen Fingerabdruck, der aller Wahrscheinlichkeit nach mehr oder weniger einzigartig ist. Durch einen Canvas-Blocker kann man diese Daten verfälschen. Die WebRTC ist eine weitere Spur, die den Nutzer verraten kann. Bei der WebRTC handelt es sich um eine Schnittstelle, die über eine eigene IP-Adresse verfügt. Diese Schnittstelle ist mit der Videokamera des Laptops verbunden und ist für Tools, wie zum Beispiel Videoanrufe entwickelt worden. Auch die WebRTC kann durch Add-Ons maskiert werden.

Über Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. Momentan absolviert er zudem ein duales Studium im Bereich Wirtschaft.

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