Wie funktioniert die Altersvorsorge? – Die Rürup-Rente

Wie funktioniert die Altersvorsorge? - Die Rürup Rente

In diesem Artikel erfährst du einiges darüber, wie die Rürup-Rente funktioniert sowie einige Vor- und Nachteile.

Die Ansparphase

Wie auch die Riester-Rente wird die Rürup-Rente staatlich gefördert. Wie? Ganz einfach, sie funktioniert in der Ansparphase ähnlich wie die Riester-Rente, wenn man keine Kinder hat, nämlich über Steuervorteile. Die Einzahlungen in den Vertrag können als Sonderausgaben abgesetzt werden. Dieser ist allerdings ab dem Jahr 2025 zu 100% absetzbar. Im Moment liegt dieser Betrag bei 84%, das heißt man kann 84% der Einzahlungen in den Vertrag als Sonderausgaben absetzen. Hierbei profitiert man noch von dem abzugsfähigen Höchstbetrag, welcher bei der Rürup-Rente ca. 10 Mal so hoch ist wie bei der Riester-Rente. Dieser Betrag liegt für 2017 bei 23.362€ und das Doppelte für Ehepaare.

Die Rentenphase

In der Rentenphase bekommt man das Geld nun ausgezahlt, allerdings muss auch dieses nachgelagert besteuert werden. Hier funktioniert es allerdings ähnlich wie bei der gesetzlichen Rente. Um dies einfacher zu gestalten, nehmen wir ein Beispiel:

Herr XYZ geht dieses Jahr in Rente und hat in die Rürup-Rente investiert. Nun erhält er einen Fixbetrag von z.B. 10.000€ im Jahr (Werte sind immer unterschiedlich). Nun muss er allerdings diesen Betrag nachgelagert besteuern. Für das Jahr 2017 gilt, dass er 74% von den 10.000€ versteuern muss, d.h. er muss 7.400€ versteuern. Die restlichen 2.600€ sind steuerfrei, also „geschenkt“. Nun aber nicht missverstehen: Er muss die 7.400€ nicht komplett abgeben, er muss sie nur mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern. Möglicherweise sind dies 40%, also 2.960€ oder mehr oder auch weniger. Erst ab dem Jahr 2040 müsste man die vollen 10.000€ versteuern.

Vorteile

Ein Vorteil ist, dass die Rente lebenslang ist, sprich tritt man erst einmal in das Rentenalter ein, so bekommt man definitiv bis zum Ende seines Lebens die Rente ausgezahlt. Zudem ist die Einzahlung sehr flexibel. Man kann immer selbst entscheiden, wie viel man gerade einzahlen möchte. Vielleicht mal in einem Jahr gar nichts oder das Doppelte. Nur der Höchstbetrag kann nicht überschritten werden. Auch gut ist, dass die Rürup Rente vor der Arbeitslosigkeit sicher ist. Empfängt man Hartz IV, so wird die Rürup Rente nicht angerechnet. Das angesparte Kapital bleibt also erhalten und wird im Rentenalter ausgezahlt. Und als letztes kann man die Rürup-Rente noch mit der Berufsunfähigkeitsversicherung koppeln. Hierbei wird der Betrag der in die Versicherung eingezahlt wird, steuerlich abgesetzt, solange dies unter 50% des Betrags bleibt.

Nachteile

Der erste Nachteil ist auch der erste Vorteil: die lebenslange Rente. Diese kann nämlich sowohl ein Fluch als auch Segen sein, denn man bekommt niemals einen gewünschten Beitrag direkt ausgezahlt. Man kann sich also nicht mal kurz etwas von dem Geld, das man gespart hat, gönnen, sondern bekommt immer einen festen Betrag ausgezahlt. Zudem ist die Rürup-Rente auch  nicht vererbbar. Nur mit einem Zusatzhäkchen auf dem Vertrag beim „Hinterbliebenenschutz“, was natürlich extra kostet, ist sie vererbbar. Zu guter Letzt ist der Vertrag unkündbar. Man kann nur den Betrag den man einzahlt einfrieren.

Fazit

Die Rürup-Rente eignet sich für Personen, welche sehr gut verdienen und deswegen hohe Steuern zahlen, denn immerhin liegt der Höchstbetrag bei ca. 23.000€ und es gibt Personen, die verdienen noch nicht einmal so viel im Jahr. Sollte man beim Eintritt in die Rente einen direkten Betrag auszahlen wollen, so geht dies nicht, da sollte man lieber in eine Lebensversicherung investieren. Ähnlich wie bei der Riester-Rente muss man auch hier auf den Vertrag aufpassen, denn es können viele Zwischenkosten entstehen und man ist auch von den Zinsen abhängig, wenn auch meist nicht so stark wie bei der Riester-Rente.

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Stefan Gunawan

Stefan ist 17 Jahre alt und ein Redakteur bei E4SY: Er besucht die 12. Klasse eines Gymnasiums und verbringt seine Freizeit gerne mit Gesellschaftstanz, Klavier spielen, Musik hören und Gaming.

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