Brexit Zusammenfassung – Was war, was ist und was sein wird!

brexit Zusammenfassung

Es ist tatsächlich passiert! Die Mehrheit der Briten hat für den Austritt aus der EU gestimmt. Erfahrt in unser Brexit Zusammenfassung, was alles vorgefallen ist.

Das Ergebnis steht fest: Die Einwohner von Großbritannien haben für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Doch der Entscheid war knapp! 48,9% stimmten für „remain“ und 51,9% für ein „leave“, also für den Austritt aus der EU, dem Brexit. Doch schon wenige Sekunden später gab es erste Reaktionen, die wir euch nun vorstellen wollen.

Die ultimative Brexit Zusammenfassung

David Cameron tritt zurück!

 

Der britische Premierminister David Cameron hat seine Rücktritt für Oktober 2016 angekündigt! Eine Liste seiner möglichen Nachfolger findet ihr hier.

Die Alten entscheiden über die Zukunft der Jungen

 

Großbritanniens Jugendliche sind traurig und wütend. Laut einer Statistik waren die unter 25-Jährigen mit mehrheitlichen 75% für den Verbleib in der EU. Doch gegen die zahlenmäßig überlegenen Senioren waren sie machtlos. Damit haben die Alten über die Zukunft der Jungen entschieden.

Ich fühle mich ignoriert. Es wird die Jugend am meisten beeinträchtigen, weil wir in ein Jahrzehnt der Ungewissheit eingetreten sind. Sobald ich zur Uni gehe, sobald meine Freunde anfangen zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen, dann wird es uns treffen. – Lauren, 15

Viele treffen sich zu „Mourning Parties“, Trauerfeiern, um den EU-Ausstieg gemeinsam zu verarbeiten. Niemand weiß, was auf lange Sicht passieren wird. Die Jugendlichen sorgen sich um künftige Jobs, um die Möglichkeit im Ausland zu arbeiten, zu studieren, frei zu sein. Bei dem Referendum durften außerdem nur Bürger ab 18 Jahren wählen. Entsprechend verärgert sind die jüngeren. „Wo war meine Stimme“, fragt eine 16-jährige auf ihrem Protestplakat. Ein Video dazu findet ihr hier.

Der Ausstiegsprozess

Die Spitzenvertreter der Europäischen Union fordern Großbritannien auf, „so schnell wie möglich“ Konsequenzen aus dem Brexit-Referendum zu ziehen. „Jede Verzögerung würde die Unsicherheit unnötig verlängern“, teilten EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk, EU-Parlamentschef Martin Schulz und der niederländische Regierungschef Mark Rutte am Freitag in Brüssel schriftlich mit. Bislang hat die Britische Regierung nicht darauf geantwortet.

Ein schwarzer Freitag – Der nächste Börsencrash?!

Pfund und Euro unter Druck!

Nach dem Votum stürzte der Währung Großbritanniens, der Pfund, im Vergleich zum US-Dollar auf einen zwischenzeitlichen tiefsten Stand  seit 1985 ab! Das ist ein Wertverlust von fast 9%. Dadurch wurde auch der Euro mitgezogen, der um fast 3% abrutschte. Mario Dragi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte bereits im Vorfeld, dass die EZB für einen Brexit gewappnet ist, um das Währungssystem zu stabilisieren. Es ist nun zu erwarten, dass die Leitszinsen weiterhin im Keller bleiben werden und das Anleihekaufprogramm ausweiten wird.

Der Börsencrash!

Bereits nach einer Stunde nach Börsenöffnung befand sich der Deutsche Leitindex DAX mit 11% im Minus und ebenso wie der Amerikanische DOW JONES mit 4%. Im Verlauf des Tages minderte sich der Verlust ein kleines bisschen.

Rating Agenturen wollen Großbritannien Herabstufen

Die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s haben nach dem Votum angekündigt die Kreditwürdigkeit Großbritanniens in ihrem Ranking von „stabil“ auf „negativ“ zu senken. Dadurch würde es für die Briten teurer werden sich Geld zu leihen und die Bürger müssten mit höheren Steuern rechnen.

Im Verlaufe der nächsten Tage werden wir diese Brexit Zusammenfassung mit allen neuen Informationen auf dem neusten Stand halten!

Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. In seiner Freizeit geht er gerne tanzen, schwimmen und beschäftige sich mit Medien aller Art.

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2 Antworten

  1. deutscherinparis sagt:

    Das (politische) Ende eines Taktikers und Zynikers, der selber der EU wenig positiv gegenüberstand, und aus Wahltaktik ein Referendum berief, das nun seine Partei und sein Land zerrissen hat.

    Es ist die Tragik der Brexit-Debatte, dass im in-Lager die überzeugten Befürworter mit einer positiven Vision nur in der zweiten Reihe kämpfen durften (wie die ermordete Jo Cox). David Cameron führte eine wirtschaftliche Angstkampagne aus Taktik, Jeremy Corbyn blieb halbherzig in der naiven Hoffnung, ohne EU eine linkere Politik machen zu können.

  2. Jannis Kaftan sagt:

    Ich stimme dir zu…
    Wie sollten die Briten einem Politiker vertrauen der 7 Jahre lang gegen die EU war, um möglichst viele Sonderrechte zu bekommen und dann auf ein mal für die EU stimmt? Dazu hat er dieses Referendum einberufen.

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