Crazy Machines 3 Review – Ein neuer Maßstab für Physik Rätselspiele?

crazy machines review test

Vor dem Rechner sitzen und sich per Editor coole Kettenreaktionen-Rätsel zu überlegen wird immer beliebter: ob mit dem alteingesessenen „Garrys-Mod“ oder mit dem etwas neueren Koop-Spiel „Ultimate Chicken Horse“. Doch schafft es Crazy Machines 3 diese zu übertrumpfen und eventuell sogar komplett in den Schatten zu stellen?

Der Anfang

Das Ziel des Spieles ist es, die namensgebenden „Crazy Machines“ zu vervollständigen. Sie funktionieren erst richtig, wenn wir in jedem Level an den richtigen Stellen Teile aus unserem Inventar einsetzen. Das fängt ganz harmlos an: Zum Beispiel soll ein Spielzeugauto über Schienen von A nach B fahren. Allerdings merken wir schnell, dass die Schienen dem Gewicht des Autos nicht standhalten können. Einfaches Problem = einfache Lösung: In unserem Inventar finden wir einen gammeligen Röhrenfernseher.  Den schieben wir einfach als Stütze unter die erste Schiene, die zweite sichern wir mit einem Stuhl und lassen zum Schluss einen Basketball auf den Startknopf fallen und schon fährt das Auto ins Ziel.

Doch wer glaubt, dass der Rätselspaß auf diesem Niveau bleibt, der irrt sich gewaltig! Später kommen noch Elemente wie Laserstrahlen, Spiegel, Schwerkraftsumkehrer und sogar Einhörner zum Einsatz. Bei komplexeren Leveln benutzt man meistens nur ein bis zwei Elemente, um dann zu sehen, wie sich die „Crazy Machine“ komplett verändert. Das macht einen Heidenspaß, solange man bei einem Level nicht komplett festhängt.

Die Frustration

3 Crazy MachinesZugegeben: Ich bin nicht der geduldigste Mensch. Und an einigen der 80 Leveln kann man sich wirklich die Zähne ausbeißen. Nach ein wenig Internet-Recherche, habe ich herausgefunden, dass es in Crazy Machines 2 einen Professor gab, der Ratschläge erteilte, wenn man mal an einem Level festhing. Der neueste Teil der Reihe gönnt uns diesen Luxus nicht. Stattdessen gibt es zu Beginn jedes Levels zwei knappe Textzeilen mit einer Beschreibung, was wir tun sollen. Und die ist manchmal etwas unzureichend.

Klar, echte Rätselfreaks lassen sich durch so etwas nicht abschrecken. Aber ich war bei einigen Leveln so frustriert, dass ich nach einem Tutorial auf YouTube geguckt habe.

User-generierter Content

Ein großer Pluspunkt des Spieles, sind aber die unendlichen Möglichkeiten: In einem Editor mit Hunderten von Bauteilen und Objekten, kann man eigene Level und Herausforderungen für seine Mitspieler bauen und diese auch veröffentlichen.

Diese findet man dann im Steam-Workshop, eine wirklich tolle Neuerung. Wie viel Content die Community allerdings liefern wird, lässt sich vorab schwer schätzen. Sollte das jedoch nicht reichen, so versprechen die Entwickler (FAKT Software und Publisher Deadalic) von Crazy Machines 3 für die Zukunft weitere Maschinen, Gegenstände und Teile für das Spiel. GRATIS!

Fazit

Alles in allem, ist Crazy Machines 3 ein tolles Rätselspiel. Die mangelnden Hinweise und teilweise hakelige Steureung (Zahnräder!!) machen es Einsteigern jedoch etwas Schwer. Doch gerade die hohe Anzahl an Leveln und stimmige Optik, sowie Musik, runden das Spiel ab und bringen es zumindest auf die gleiche Höhe mit anderen Physik-Rätsel Spielen.

Bildquellen: Pressekit Daedalic Entertainment

Jonah Grütters

Jonah ist 19 Jahre alt und Redakteur bei E4SY. Er studiert Humanmedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seine Freizeit verbringt er mit Kampfsport, Schwimmen, Klavier spielen, Hochschulpolitik und Gaming.

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.