Dein Handy macht, was Google will – Manipulation auf höchster Ebene

Dein Handy macht, was Google will - Manipulation auf höchster Ebene

Hier erfährst du wie Google dich heimlich über dein Handy manipuliert!

Dein Handy macht, was Google will – Manipulation auf höchster Ebene

Dein Handy manipuliert Dich – oder zumindest die Art und Weise, auf die Du surfst. Wer ein Telefon mit dem Android-Betriebssystem hat, ist fremdbestimmt: Google drängt Hersteller dazu, „Anti-Fragmentierungs-Vereinbarungen“ zu unterschreiben, wenn sie auf ihren Geräten mit Android-System Dienste von Google anbieten wollen. Diese Vereinbarungen schließen dann aus, dass alternative Suchmaschinen wie Bing angeboten werden und zwingen den Hersteller, elf Apps von Google auf dem Gerät vorzuinstallieren. Die EU-Kommission hat deshalb jetzt ein Kartellverfahren gegen den Konzern eingeleitet. Denn die Google-Verträge verhindern Wettbewerb. Und das ist wiederum verboten.

Warum ist das alles so schlimm?

Denkst Du darüber nach, welchen Browser bzw. Suchmaschine Du nutzt? Wahrscheinlich nicht – die meisten greifen intuitiv zu Chrome bzw. Google – ist ja auch schon installiert. Auf einem freien Markt, auf dem eben auch das System Android für jeden angeboten wird und nicht nur für Partner von Google, solltest Du auch die Wahl zwischen verschiedenen freien Diensten haben. Google nimmt Dir diese Wahl – und das ist nicht okay. Die Macht zur Selbstbestimmung gehört dem Nutzer – nicht dem Anbieter.

Zu Google gehört mehr als nur die Suchfunktion: Der Playstore gehört auch dem Konzern. Nur darüber können sich Androidnutzer Apps runterladen – wenn sie denn auch die anderen Apps wie Chrome, Google Mail oder Google Drive auf ihrem Smartphone vorinstalliert haben. Bedeutet also: Wer den Playstore nutzen will, braucht ein Google Konto. Du hast keine Wahl, welchen Browser oder Online Speicher Dienst Du nutzen möchtest. Andere Anbieter können sich nämlich nicht so einfach gegen den Marktbeherrscher Google durchsetzen, vor allem aufgrund der Verträge mit den Handyherstellern. Das will die EU ändern.

Auch Microsoft versucht(e) die Google-Masche

Auch gegen Microsoft wurden in den vergangenen Jahren mehrmals von der EU-Kommission Verfahren eingeleitet. Bis 2009 konnte man da nämlich auch nicht zwischen den Browsern wählen, man musste den vorinstallierten Internet Explorer nutzen. Was heißt das also für uns? Augen auf! Lasst Euch nichts unterjubeln – Ihr müsst wählen können, was Ihr für Apps und Browser auf Euren Handys, Tablets und Laptops nutzt. Google, Microsoft und Co versuchen uns über den Tisch zu ziehen. Daraus wird nichts, wenn wir aufpassen und unser Recht auf freie Auswahl kennen.

Tim Senger

Tim ist Leiter und Chefredakteur von E4SY. 2013 ist er das erste Mal jour­na­lis­tisch für ein Spielemagazin aktiv geworden. Momentan absolviert er zudem ein duales Studium im Bereich Wirtschaft.

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.